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2. Juni 2026Die politischen und juristischen Erschütterungen rund um …
die Ermittlungen gegen das Umfeld der spanischen Sozialistischen Partei haben mit dem jüngsten Beschluss des Untersuchungsrichters Santiago Pedraz vom spanischen Strafgericht Audiencia Nacional eine neue Dimension erreicht: was bislang von der Regierung und der Parteiführung als bloße Kampagne der politischen Opposition dargestellt worden war, erscheint nach den nun bekannt gewordenen Ermittlungsakten als eine mutmaßlich systematisch organisierte Struktur innerhalb der Partei, deren Ziel es gewesen sein soll, laufende Korruptions- und Strafverfahren zu sabotieren, Zeugen zu beeinflussen und sogar Ermittler unter Druck zu setzen (!).
Im Zentrum der richterlichen Untersuchung steht Santos Cerdán, ehemaliger Organisationssekretär der PSOE und über Jahre einer der engsten politischen Vertrauten von Ministerpräsident Pedro Sánchez. Nach Auffassung des Gerichts soll unter seiner Leitung ein Netzwerk entstanden sein, das parteiinterne Ressourcen genutzt habe, um Personen zu bezahlen, die gezielt gegen Richter, Staatsanwälte und Polizeibeamte vorgehen sollten, welche mit Ermittlungen gegen das Regierungsumfeld befasst waren.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Leire Díez, in Madrid inzwischen als „die Klempnerin“ (fontanera) bekannt. Laut den Ermittlungsunterlagen erhielt sie direkte Zahlungen von insgesamt 27.000 Euro sowie monatliche Vergütungen von 4.000 Euro aus Mitteln der Partei. Hinzu kommen laut richterlichem Beschluss mehr als 188.000 Euro, die über mutmaßlich fingierte Rechnungen abgewickelt worden sein sollen. Verantwortlich für diese Dokumente sei die PSOE-Schatzmeisterei beziehungsweise die Parteiverwaltung unter Leitung von Ana María Fuentes gewesen. Die Ermittler verweisen zudem auf mindestens 22 Treffen von Díez in der Parteizentrale in der Calle Ferraz, die überwiegend mit Santos Cerdán stattgefunden haben sollen.
Besonders schwer wiegen die Vorwürfe der versuchten Einflussnahme auf Zeugenaussagen und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen: Die Unternehmerin Carmen Pano, die nach eigenen Angaben 90.000 Euro in bar in die Parteizentrale gebracht hatte, soll ein Angebot über 50.000 Euro oder alternativ die Übernahme ihrer Miete für fünf Jahre erhalten haben, damit sie ihre Aussage ändere. Einige Beamten sollen befördert sein worden, mit der Erwartung, dass sie ihre zukünftigen Zeugenaussagen ändern werden. Noch gravierender erscheint der Fall des Antikorruptionsstaatsanwalts José Grinda. Ihm sollen 300.000 Euro sowie ein Posten im Ausland angeboten worden sein., wenn er eine laufende Untersuchung einstellen liess. In den Ermittlungsakten findet sich zudem eine handschriftliche Notiz mit dem Vermerk: „300.000 Euro, um einem Staatsanwalt zu helfen, der ein Problem mit einer Minderjährigen hat.“ Die Bedeutung dieser Formulierung ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.
Die Liste der strafrechtlichen Vorwürfe gegen die Beschuldigten ist außergewöhnlich umfangreich. Gegen Santos Cerdán wird unter anderem wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, Bestechung, Geheimnisverrats, Anstiftung zur Falschaussage, falscher Verdächtigung, Dokumentenfälschung, Rechtsbeugung, Einflussnahme und Straftaten gegen staatliche Institutionen ermittelt. Auch der frühere Vizepräsident der andalusischen Regionalregierung, Gaspar Zarrías, soll in dieselben Strukturen eingebunden gewesen sein. Ana María Fuentes wiederum wird vorgeworfen, falsche Rechnungen ausgestellt und dadurch die finanziellen Operationen der mutmaßlichen Organisation ermöglicht zu haben. Gegen Juan Manuel Serrano, ehemaligen Präsidenten der staatlichen Postgesellschaft Correos, sowie gegen den PSOE-Abgeordneten Juanfran Serrano bestehen nach Angaben des Gerichts ebenfalls belastende Hinweise, deren genaue strafrechtliche Einordnung jedoch noch geprüft wird.
Der richterliche Beschluss beschreibt darüber hinaus eine regelrechte Strategie zur Diskreditierung von Ermittlern und Richtern. Demnach seien Materialien des ehemaligen Polizeikommissars Villarejo verwendet worden, um kompromittierende Kampagnen gegen Magistrate zu organisieren. Mehrere Untersuchungsrichter, darunter Biedma, Ayala und Peinado, seien öffentlich als Akteure eines angeblichen „lawfare“ diffamiert worden. Parallel dazu sollen vertrauliche Informationen aus der Guardia Civil beschafft worden sein, um Ermittlungen frühzeitig zu neutralisieren oder ihre Wirkung zu schwächen.
Nach Darstellung des Strafrichters gewann diese Strategie insbesondere nach April 2024 an Intensität. Auslöser sei ein Treffen in der Parteizentrale in Ferraz gewesen, das kurz nach der Veröffentlichung des berühmten Briefes von Pedro Sánchez an die spanische Bevölkerung stattfand. In diesem Schreiben hatte der Regierungschef nach der gerichtlichen Untersuchung gegen seine Ehefrau Begoña Gómez von einer politischen und medialen Verfolgung gesprochen und sogar seinen Rücktritt in Erwägung gezogen. Nach Ansicht der Ermittler könnte genau in diesem Klima die Entscheidung gefallen sein, eine koordinierte Gegenoffensive gegen Justiz und Ermittlungsbehörden aufzubauen.
Am 26. Mai erschienen schließlich Beamte der „UCO“(der mittlerweile so gefürchteten zentralen Ermittlungsabteilung der Guardia Civil) in der Parteizentrale der PSOE in Ferraz, um Dokumente sicherzustellen. Gleichzeitig wurden Durchsuchungen im Umfeld von Santos Cerdán sowie bei Gaspar Zarrías durchgeführt. Richter Pedraz bestätigte offiziell die Durchsuchung der Parteiverwaltung und forderte darüber hinaus sämtliche Besuchsprotokolle der Parteizentrale seit dem Jahr 2021 an.
Die Reaktion der Regierung fiel trotzdem demonstrativ gelassen aus. Pedro Sánchez erklärte öffentlich, man habe „nichts zu verbergen“ und werde bei möglichen Unregelmäßigkeiten handeln. Aus dem Umfeld der Partei hieß es zudem, sämtliche Konten seien ordnungsgemäß geprüft und kontrolliert worden. Dennoch wächst innerhalb der spanischen Öffentlichkeit der Eindruck, dass die Affäre inzwischen weit über einen gewöhnlichen Korruptionsfall hinausgeht; im Raum steht mittlerweile der unerträgliche Verdacht, dass staatliche Institutionen, Ermittlungsorgane und Teile der Justiz gezielt unter politischen Druck gesetzt worden sein könnten.
Die Ermittlungen dauern an, und besonders interessiert die Ermittler derzeit die Herkunft größerer Bargeldsummen, die offenbar außerhalb offizieller Buchhaltungen bewegt wurden. Parallel dazu untersucht die Guardia Civil interne Vorgänge innerhalb der Sicherheitsbehörden selbst, insbesondere mögliche Zugriffe auf vertrauliche Ermittlungsdaten. Mit der formellen Beschuldigung hochrangiger Funktionäre hat die Affäre inzwischen endgültig die Schwelle von einem parteiinternen Skandal zu einer Staatsaffäre überschritten. [...]
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2. Juni 2026Schicksale …
Miguel Planas ist nach sechs Jahren im Insular Hospital nun wieder zu Hause:
„Es war ein langer und schwieriger Weg. Ich musste unglaublich geduldig sein, um ein Zuhause zu finden.
Dank so vieler Menschen habe ich es geschafft, und auch, weil ich unermüdlich dafür gekämpft habe“, erklärte der 33-Jährige am Freitag.
Alles begann, nachdem er sich bei einem Akrobatik-Stunt in einer Turnhalle verletzt hatte und seitdem querschnittsgelähmt ist.
Alle kamen heraus, um ihn mit Applaus und im Rhythmus von „ Siéntelo “ zu begrüßen, einem tanzbaren Lied, das Planas selbst mithilfe künstlicher Intelligenz komponiert hatte. Nach dem Empfang besichtigte er sein Haus, das bis ins kleinste Detail barrierefrei, von IKEA gestiftet, praktisch und angenehm gestaltet war.
Es gab viel Applaus, Jubelrufe für die Verantwortlichen, Freudentränen und ermutigende Botschaften, wie die von Tony Tavira, dem Gründer von Ikea auf den Kanarischen Inseln. „Sie hielten mich für verrückt, aber man muss seinen Träumen folgen, denn ‚der frühe Vogel fängt den Wurm‘“, riet er ihm.
Planas konnte sich die Anzahlung für das Haus dank der Einnahmen aus drei Benefizkonzerten, Spenden von über 200 anonymen Spendern und einem Hypothekendarlehen leisten. „Ich dachte, sie würden es nicht bewilligen, aber sie taten es, weil er eine hohe Erwerbsminderungsrente bezieht“, erklärt seine Mutter Ana Fernández. [...]
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1. Juni 2026Fünf Verletzte bei einem schweren Frontalzusammenstoß auf einer Straße in Telde
Ein schwerer Verkehrsunfall am Samstagnachmittag gegen 17:30 Uhr in Telde forderte fünf Verletzte, einer davon lebensgefährlich.
Zwei Fahrzeuge waren auf der Verbindungsstraße zwischen Montaña Las Palmas und dem Stadtteil Tara frontal zusammengestoßen. Der Unfall erforderte einen Großeinsatz von Rettungskräften und medizinischer Versorgung.
Infolge des Frontalzusammenstoßes erlitt eine der beteiligten Personen schwere Verletzungen und musste mit einem Krankenwagen in das Universitätsklinikum von Gran Canaria gebracht werden.
Das Eingreifen der Rettungskräfte sorgte bei den Anwohnern und Autofahrern dieser vielbefahrenen Straße für Aufregung. Mehrere Minuten lang wurden intensive Hilfs- und Koordinierungsmaßnahmen durchgeführt, um den Opfern zu helfen und die Sicherheit auf der Straße wiederherzustellen. [...]
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