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22. Mai 2026Tourismus auf den Kanaren…  Lieber „Klasse statt Masse”? Meine Gedanken diesbezüglich… In diesem Jahr spürt man auf den Kanaren eine gewisse Nervosität…die Flüge sind teurer geworden, viele Familien in Europa müssen stärker aufs Geld achten, und die internationale Lage sorgt ebenfalls nicht gerade für Optimismus. Sofort beginnt wieder die Diskussion über den Tourismus, manche sehen in sinkenden Besucherzahlen sogar etwas Positives und fordern erneut „Klasse statt Masse“, ich höre mir das an und halte diese Diskussion oft für etwas oberflächlich. Ich denke, der sogenannte „Massentourismus” ist viel besser als sein Ruf; er hat sogar in Wahrheit etwas sehr Soziales und sehr Menschliches. Er hat dazu geführt, dass nicht nur wohlhabende Menschen reisen können, sondern auch normale Arbeitnehmer, Rentner, kleine Selbständige oder Familien mit begrenztem Budget. Millionen Menschen konnten dadurch zum ersten Mal das Meer sehen, andere Länder kennenlernen, Sonne tanken und für einige Tage dem Alltag entkommen, und das finde ich sehr gut. Urlaub sollte meines Erachtens kein Luxus sein, den sich nur eine kleine Elite leisten kann… Gerade hart arbeitende Menschen brauchen manchmal einen Ortswechsel, etwas Licht, Wärme und Abstand vom täglichen Stress, und wer das nicht versteht oder sogar belächelt, lebt vielleicht selbst viel zu bequem. Gerade hier auf den Kanaren sieht man seit Jahrzehnten, welche positive Wirkung das haben kann: Hier treffen Menschen aus ganz Europa aufeinander, Deutsche, Spanier, Italiener, Skandinavier, Briten, Russen oder Niederländer sitzen mehr oder weniger friedlich nebeneinander in Cafés, Restaurants oder am Strand anstatt sich zu bekriegen. Reisen erweitert nicht nur den Horizont, es macht Menschen oft auch freier, friedlicher und menschlicher, man hört verschiedene Sprachen, lernt andere Mentalitäten kennen und merkt plötzlich, dass die Menschen überall doch ähnliche Sorgen, Hoffnungen und Probleme haben. Solche Begegnungen verbinden Leute, und machen unser Europa menschlicher und besser. Besonders homosexuelle Menschen profitieren enorm von dieser Reisefreiheit, denn für viele ist selbst ein kurzer Aufenthalt auf Gran Canaria weit mehr als nur „Ferien”: Wer vielleicht in einem kleinen Dorf oder in einem konservativen Umfeld lebt, kann hier oft einige Tage oder Wochen endlich entspannter und viel freier leben, ohne ständig beobachtet oder missachtet zu werden, und das fühlt sich manchmal sehr speziell an. Gerade Playa del Inglés ist für viele Menschen seit Jahrzehnten ein Ort der besonderen Freiheit, Enspannung und der Normalität. Dasselbe gilt für ältere Menschen und Rentner; viele verbringen hier den Winter oder wenigstens eine oder einige Wochen im Jahr… Sie verlassen ihre Wohnung, bewegen sich mehr, spazieren an der Promenade, treffen andere Menschen und genießen das Klima. Das verbessert oft ihre Gesundheit, ihre Stimmung und ihre Lebensqualität erheblich. Nicht jeder ältere Tourist reist mit großem Vermögen an, und trotzdem gehören auch diese Menschen selbstverständlich zu den willkommenen Gästen der Inseln. Klar braucht unser Tourismus Regeln, Einschränkungen und eine vernünftige Planung; niemand möchte zerstörte Landschaften, einen chaotischen Städtebau oder unkontrollierte Zustände. Aber man sollte auch nicht vergessen, dass allein die touristische Größe der Kanaren viele Dinge überhaupt erst möglich gemacht hat: gute Flugverbindungen, Infrastruktur, Restaurants, Freizeitangebote, Arbeitsplätze und ein internationales kulturelles Umfeld, das unseren Inseln über Jahrzehnte Wohlstand gebracht hat. Manchmal wirken deshalb die Debatten über „Qualitätstourismus“ zudem etwas elitär bzw. hochnäsig (und widersprüchlich, denn oft kommen sie gerade von Leuten, die sich später über teure Hotels, hohe Restaurantpreise oder unbezahlbare Flüge beklagen!). Die Kanaren brauchen vernünftigen Tourismus, er sollte sauber, organisiert, nachhaltig und respektvoll bleiben. Aber unsere Inseln sollten meines Erachtens auch sehr offen bleiben für „normale Menschen”, für Arbeiter, Rentner, junge Paare, Familien, homosexuelle Gäste, Alleinreisende und all jene, die einfach ein paar Tage Sonne, Ruhe und Lebensfreude suchen… [...] Mehr lesen
21. Mai 2026Abraham El Jaber, 91 Jahre alt, steht noch immer am Fuße des Ladentresens …  Es ist eines der ältesten Bekleidungsgeschäfte in Arucas. Comercial Abraham besteht seit fast einem halben Jahrhundert und wird mittlerweile in zweiter Generation von der Familie geführt. Der Stadtrat hat dem Geschäft kürzlich die Goldmedaille der Stadt für seine „große Anpassungsfähigkeit und seinen Beitrag zur Entwicklung des Handelssektors“ verliehen. Abraham El Jaber wird bald 91 Jahre alt. Obwohl er die Leitung des Unternehmens nach seiner Pensionierung an seine Kinder übergeben hat, geht er täglich in seine Wohnung im obersten Stockwerk des Familienhauses, um mit seinen Kunden in Kontakt zu bleiben und an seinem Computer zu arbeiten. Das Blut eines lebenslangen Verkäufers fließt in seinen Adern. Abraham El Jaber räumt ein, dass eines seiner Geheimnisse darin bestand, sich den Zeiten anzupassen und die Nischen mit den größten Chancen zu finden. Anfangs verkaufte er alles von Haushaltsgeräten und Möbeln bis hin zu Kleidung und Garnpackungen. „Das war wie ein Mini-El Corte Inglés; es gab alles außer Lebensmitteln“, fügt er symbolisch hinzu und erinnert sich daran, dass er seine Waren hauptsächlich von der Iberischen Halbinsel und aus England bezog . Die Zeiten haben sich geändert, und heute ist eine stärkere Spezialisierung erforderlich, um mit multinationalen Modeketten konkurrieren zu können. Obwohl auch andere Produkte angeboten werden, präsentiert das Geschäft fast ausschließlich Bekleidung, insbesondere für Damen und Herren. „Für 200 Euro kann ein Mann das Geschäft in Hochzeitskleidung verlassen.“ Außerdem wird erwähnt, dass das Geschäft alle öffentlichen Schulen in Arucas mit Schuluniformen ausstattet. Wie Abraham unternimmt auch Rita weiterhin ihre täglichen Spaziergänge, um Kunden im Laden zu begrüßen und ihre Kinder zu sehen. [...] Mehr lesen
20. Mai 2026Bei illegale Personenbeförderung erwischt und verhaftet ..!!! Die Polizei der Kanarischen Inseln hat eine Person festgenommen, die ohne behördliche Genehmigung illegal Personenbeförderungsdienste anbot. Der Einsatz fand in der Nähe des Flughafens Gran Canaria statt, wo Beamte verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit der Anwerbung und Beförderung von Fahrgästen feststellten, die über deren Social-Media-Konten gemeldet worden waren. Laut den Ermittlungen nutzte der Fahrer den öffentlichen Parkplatz des Flughafens, um das Fahrzeug zu parken und von dort aus zu operieren. Mit dieser Strategie wollte er es sich erschweren, ihn zu entdecken und die in dem Gebiet eingerichteten Überwachungsmaßnahmen zu umgehen. [...] Mehr lesen

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